Diese Symptome von Stress solltest du kennen

Seit Wochen spielt der Magen verrückt, doch auch mit Schonkost lässt er sich nicht beruhigen. Der Rücken schmerzt und die Nackenmuskeln sind total verspannt, aber weder Massage noch Medikamente bringen eine wirkliche Erleichterung. Kommt dir etwas davon bekannt vor? Dies sind nur zwei der möglichen Symptome, die durch Stress hervorgerufen werden können.

Welche weiteren es gibt und was gegen Stress hilft, das erfährst du in diesem Artikel.

Die Ursachen von Stress

In einer Studie der Pronova BKK im Jahr 2018 gaben 87 % der Deutschen an, gestresst zu sein. Die Gründe für Stress sind dabei so verschieden wie wir Menschen. Zwar gibt es ein paar Stressauslöser, die fast jeder als Belastung empfindet, zum Beispiel ein plötzlicher Jobverlust, eine Scheidung oder der Tod einer nahestehenden Person.

Bei vielen anderen Faktoren hängt es von der Persönlichkeit und der inneren Haltung ab, ob diese als Stress empfunden werden. So kann die eine Person gut mit vielen Aufgaben gleichzeitig umgehen, die andere fühlt sich dadurch komplett überfordert.

Äußere Ursachen von Stress können sein:

  • Leistungsdruck
  • Zeitmangel
  • Lärmbelastung
  • Verspätungen

Zu den inneren Faktoren zählen u.a.:

  • Die Angst vor Fehlern
  • Perfektionismus
  • nicht Nein sagen zu können
  • geringes Selbstwertgefühl

Die Stressreaktionen im Körper

Stress macht sich sowohl in körperlichen als auch psychischen Reaktionen bemerkbar. Es werden verschiedene Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, um ihn handlungsfähig zu machen. Sie bewirken unter anderem, dass sich die Muskeln anspannen, der Herzschlag schneller wird und sich die Atmung beschleunigt.

Der Körper braucht die Möglichkeit, sich von diesen Stressreaktionen zu erholen. Hat er diese nicht, kommt es auf lange Sicht zu gesundheitlichen Folgen.

Körperliche Stresssymptome

Sind Stresssymptome beim Mann und bei der Frau die gleichen? Ja, sie sind unabhängig vom Geschlecht und zeigen sich auf verschiedenen Ebenen. Eine davon ist die körperliche, auf der es durch die dauerhafte Belastung sozusagen zu Verschleißerscheinungen kommt.

Lediglich die Stresssymptome zu bekämpfen, bringt keinen Erfolg. Wichtig ist es, nach der tatsächlichen Ursache zu forschen und hierfür Lösungen zu finden.

Körperliche Symptome von Stress können sein:

  • Nacken- oder Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Verdauungsprobleme wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen
  • Sodbrennen
  • Reizmagen
  • Kreislaufprobleme
  • Appetitlosigkeit, aber auch Heißhunger
  • Allergien
  • Probleme mit den Ohren (Ohrensausen, Ohrgeräusche)
  • Zähneknirschen

Durch die ständige Ausschüttung von Stresshormonen wird zudem das Immunsystem geschwächt. Dies erhöht die Gefahr, an Infekten zu erkranken.

Mentale Stresssymptome

Ziel der Stressreaktionen ist es, dass wir in einer bedrohlichen Situation schnell handeln und nicht lange nachdenken. Das erklärt, wieso sich Stress auf unsere Denkfähigkeit auswirkt und diese beeinträchtigt.

Bei chronischem Stress kommt es zu Konzentrationsproblemen und Denkblockaden. Das Gedächtnis sowie die Kreativität leiden ebenfalls darunter.

Verhalten und Gefühle bei Stress

Auch auf das Verhalten und die Gefühlswelt wirkt sich eine dauerhafte Belastung aus.

Verhalten bei Stress kann sein:

  • erhöhter Alkoholkonsum
  • Unruhe
  • vermehrtes Rauchen
  • der Rückzug von Freunden und/oder der Familie
  • Frustessen
  • Nägelkauen

Auf der emotionalen Ebene kann es zu diesen Symptomen kommen:

  • leichte Reizbarkeit
  • sich überfordert fühlen
  • sich Sorgen machen
  • Lustlosigkeit
  • schlechte Laune
  • sich hilflos fühlen

Manche Menschen reagieren auf dauerhaften Stress mit aggressivem Verhalten, andere neigen zu vermehrter Ängstlichkeit. Die Auswirkungen sind hier genauso verschieden wie auf der körperlichen Ebene.

Was hilft gegen Stress?

Um deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten, brauchst du Wege, um Stress bewältigen zu können. Indem du ihn reduzierst, beeinflusst du auch die damit verbundenen Symptome.

Bei ständigen Kopf- oder Rückenschmerzen mögen Medikamente eine Erleichterung bringen. Doch wenn Stress der Auslöser ist, musst du an diesem ansetzen.

Möglichkeiten, Stress zu reduzieren

Der wichtigste Schritt ist es, dich selbst und dein Wohlergehen ernst zu nehmen. Strategien zur Stressbewältigung anzuwenden, sind eine Investition in deine Gesundheit.

  1. Schau genau hin, welchen Stressauslösern du ausgesetzt bist und welche du verändern kannst. Schreibe alle Faktoren auf, um einen Überblick zu gewinnen.
  2. Hinterfrage deine Gedanken und Verhaltensweisen.
    Welche tragen zu deinem Stress bei und welche andere Sicht könnte hilfreich sein?
  3. Lerne, Aufgaben abzugeben und Nein zu sagen.
  4. Konzentriere dich auf das Wesentliche.
    Welche Aktivitäten sind dir wirklich wichtig und tun dir gut? Welche empfindest du als Belastung?
  5. Baue deinen Stress ab und gönne dir Erholung
    Suche nach für dich passenden Wegen, dich vom Stress zu erholen. Gut eignen sich dazu Spaziergänge in der Natur, Sport, Entspannungsmethoden und Atemübungen, aber auch Gespräche mit Freunden.

Da heutzutage so viele Menschen unter Stress stehen, ist dieser zu etwas Normalen geworden. Die möglichen Auswirkungen einer chronischen Stressbelastung sind jedoch gravierend. Du solltest deshalb die Symptome erkennen und auf diese reagieren.

Klicken um Beitrag zu bewerten
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]

Weniger Stress und mehr Achtsamkeit im Alltag

Tausende Menschen sind täglich durch ihren Alltag gestresst. Trag dich hier mit deiner E-Mail Adresse ein und erhalte ein kostenfreies PDF mit wichtigen Tipps und Übungen zur Stressbewältigung und für mehr Achtsamkeit im Alltag.

Teile diesen Beitrag.

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

Weitere Beiträge

Kostenfreies PDF

Achtsamkeit

Erhalte ein PDF mit über 20 Seiten voller Tipps und Übungen für mehr Achtsamkeit und weniger Stress im Alltag.